Spielanleitung
Schlangennest
Schlangennest-Kritiken
Spieletest von Andreas Keirat
english text about Schlangennest


Spieletest fuer das Spiel : SCHLANGENNEST / GOBI
Hersteller: Bambus SpieleverlagSchlangennest
Preis: 3o DMWertung: 4
empf.Alter: 8-
Anzahl Spieler: 2-4
Erscheinungsjahr: 1995
noch erhältlich: Ja
Autor: Günter Cornett
Besonderheit:
Kategorie: Legespiel
Tester: Andreas Keirat, Claudia Schlee (Claudia.Schlee@t-online.de)
Fuer die Zusendung eines Rezensionsexemplars danken wir der Firma Bambus Spieleverlag recht herzlich!
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Ausstattung: 72 Kärtchen

Aufmachung: Das Spiel wird in einer handlichen Verpackung ausgeliefert, die leider unbehandelt ist und nach einigem Spielen leicht unansehnlich wird. Dies kann man jedoch bei einem Kleinverlag verschmerzen, zumal die Kartonstärke nicht zu wünschen übrig läßt.

Im Innern befinden sich die Schlangenkärtchen in vier Farben. Jeder Satz besteht aus einem Kopf, einem Schwanz, sieben geraden und neun gekrümmten Teilen. Neben der Schlange in der eigenen Farbe gibt es immer noch ein neutrales Schlangenteil, welches sich in andere Richtungen windet. Die Grafik ist einfach und übersichtlich gehalten.

Ziel:Insgesamt gibt es zwei unterschiedliche Spiele, die nachfolgend beschrieben werden. Bei "Schlangennest" versucht man mit vorgegebenen Kärtchen eine möglichst lange Schlange zu legen.

Jeder erhält dabei zunächst die Kärtchen seiner gewählten Farbe, die er sortiert vor sich ablegt. Dann einigt man sich auf die Spielfeldgröße. Mehrere Tabellen geben dabei die Auswahlmöglichkeiten für 2 bis 4 Spieler vor. Die Lage des Spielfelds ergibt sich im Spiel.

Der erste Spieler plaziert ein beliebiges seiner Schlangenteile auf dem Tisch. Die folgenden Spieler legen dann waagerecht, senkrecht oder diagonal ein Kärtchen an. Ab der zweiten Spielrunde muß man ein eigenes Schlangenstück an die eigene Schlange anlegen. Wird dadurch gleichzeitig ein graues Stück mitangeschlossen, kann dieses genutzt werden und zählt von nun an in der Farbe des Spielers.

Man darf kein Schlangenteil so legen, daß man an eine fremde Schlange eines Mitspielers anschließt. Auch können Felder nicht belegt werden, wenn durch die eigene Schlange oder das neutrale Schlangenteil zwei Farben miteinander verbunden werden.

Durch das Legen der Kärtchen vergrößert sich langsam das Spielfeld und der Rand des Spiels entsteht. Ausserhalb dieser Spielfläche dürfen nur noch Köpfe und Schwänze abgelegt werden.

Ein Kopf- oder Schwanzteil muß gelegt werden, wenn die Schlange den Rand berührt, da andere Kärtchen nicht über den Rand hinaus gebaut werden können. Dies zählt als normaler Zug, der aber verschoben werden kann, wenn noch alternative Legemöglichkeiten vorhanden sind.

Es ist möglich, daß beide Enden einer Schlange miteinander verbunden werden. Der betreffende Spieler kann in seinem Zug dann natürlich keine Karte mehr auslegen. Stattdessen öffnet er die Schlange, indem er eines seiner Kurventeile dreht. Ist dies nicht möglich, wird seine Schlange beendet. Dann darf er nur noch eine eigene Gerade gegen einen Schwanz austauschen.

Spielende:Das Spiel ist beendet, wenn alle Spieler ihre Schlange fertig haben. Jedes Schlangenfeld (farbig oder neutral) zählt einen Punkt. Es gewinnt, wer die längste Schlange besitzt.

Ziel:Das zweite Spiel nennt sich Gobi und eignet sich für 2-3 Spieler. Je nach Spieleranzahl erhält man dabei 16 bzw. 14 Karten einer Farbe. Die Köpfe und Schwänze werden nicht benötigt. Mit den übriggebliebenen Karten wird dann zunächst ein Rahmen gebaut der bei 2 Spielern 5x6 und bei 3 Spielern 6x6 Felder einschließt. In dem so gebildeten Feld legt man während des Spiels seine Karten ab.

Die Spieler legen abwechselnd ihre Karten auf das Spielfeld. Dabei ist es nicht zwingend vorgeschrieben, daß man sein Kärtchen an ein anderes direkt anlegen muß. Verbindet man zwei verschiedenfarbige Schlangen miteinander, schlägt die längere Schlange die kürzere. Bei der Ermittlung der Länge einer Schlange zählen sowohl die farbigen wie auch die angeschlossenen neutralen Teile.

Von der geschlagenen Schlange werden alle Kärtchen entfernt, die die Farbe dieser Schlange aufweisen. Bei einem Gleichstand passiert zunächst nichts. Erst wenn im späteren Verlauf eine der Schlangen länger als die andere ist, kommt es zum Schlagen. Die geschlagenen Kärtchen erhält der Spieler natürlich zurück und kann sie im späteren Verlauf des Spiels wieder einsetzen.

Spielende:Kann oder will ein Spieler keine Kärtchen mehr legen, endet die Partie für ihn. Haben alle Spieler gepaßt, ist das Spiel vorbei. Jeder Spieler zählt die Längen seiner Schlangen zusammen. Es gewinnt , wer die höchste Punktzahl aufweist.

Kommentar:Vom spielerischen her ist das zweite Spiel unser Favorit, da die Regeln klar sind und eine Partie selten lange dauert. Oft gewinnt derjenige, der erfolgreich eine oder zwei Übernahmen machen konnte und dessen Schlange dadurch kaum dezimiert wurde. Gerade bei drei Personen wird es hier interessant, da man nicht so schnell auf Aktionen der Gegner reagieren kann. Schlangennest fällt in unseren Augen dagegen etwas ab und ist nur ein durchschnittliches Spiel.

Fazit:Eine Spielesammlung, deren Spiele man probespielen sollte.

Wertung: Insgesamt gesehen erhält das Spiel aus dem Bambus-Verlag 4 Punkte. Das Material ist in Ordnung, leider wird der schöne schwarze Kasten sehr schnell dreckig und dadurch unansehnlich.

Andreas Keirat
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Die Wertungen reichen von 1 (unspielbar) bis 6 (unverzichtbar). Dieser Spieletest wurde geschrieben von Andreas Keirat und beinhaltet demzufolge teilweise seine Meinung. Die Verbreitung und Publikation ist gestattet, sofern der Autor und der Testbericht nicht verändert werden (Rechtschreibfehler/Satzbaukorrektur ausgenommen), der Autor davon Kenntnis erhält und ein Belegexemplar zugesandt wird. Der Autor hat mit keinem Spielzeughersteller berufliche Verbindungen. Die Verbreitung in den Netzen ist ausdrücklich gestattet, bei Fragen wenden Sie sich bitte an: Claudia.Schlee@t-online.de
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