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Spellenspektakel (Eindhoven im Nov.):   2002 - 2001

Internationale Spieltage Spiel '02 in Essen
 

Volker und Betti
Am Bambus-Stand:    Volker und Betti

Stefan Kögl erklärt sein Spiel 'Rumis'
Stefan Kögl erklärt sein Spiel Rumis
Stefan Kögl erklärt sein Spiel 'Rumis'

Volker und Günter
Volker und Günter
   

Bambus statt Karten

10 cm lange und 2 cm breite mit Aufklebern versehene Bambusstreifen dienen als Spielkarten. Das neue Spielmaterial von Arabana- Opodopo (='Kahuna zu viert') kommt bei Spielern und Kritikern gleichermassen gut an.

Ebenso die von Carsten Fuhrmann gestaltete Kartengrafiken zu Dr. Jekyll & Mr. Hyde.

Ab Freitag präsentierte Stefan Kögl sein Bauspiel Rumis, die diesjährige Neuheit des Schweizer Verlages Murmel.

Literarischer Wettbewerb

Das Begleitheft zum Kartenspiel Dr. Jekyll & Mr. Hyde enthält eine kommentierte Zusammenfassung der berühmten Story von R.L.Stevenson. Einen Abschnitt daraus möglichst fantasievoll fortzusetzen, hatten wir den gut 20 TeilnehmerInnen der diesjährigen Spielerei- Kleinverlagsralley als Aufgabe gestellt:

Anschliessend bewerteten die TeilnehmerInnen die Fortsetzungen ihrer Konkurrenten, indem sie für die drei Fortsetzungen, die ihnen am besten gefielen, 5-3-2 Punkte vergaben.

Sieger und damit Gewinner des Kartenspieles Dr.Jekyll & Mr.Hyde wurde der 31jährige Knut Krummnacker aus Dortmund, ganz knapp vor dem Berliner Rainer Holzkamp:

1. Knut Krummnacker
    (56 Punkte)
2. Rainer Holzkamp
    (54 Punkte)
3. Carsten Mertinkat
    (38 Punkte)


Im folgenden veröffentlichen wir die drei bestplatzierten Fortsetzungen, die wie alle anderen spontan an unserem Messestand entstanden sind:

"Hast du je diese Tür bemerkt?", erkundigte er sich und fügte, als sein Begleiter bejahte, hinzu: "In meiner Erinnerung ist mit ihr eine sehr seltsame Geschichte verknüpft."

"Wirklich?", fragte Mr. Utterson mit einer kaum merklichen Veränderung in seiner Stimme, "und um was handelt es sich?"

"Nun, es war folgendermaßen", erwiderte Mr. Enfield. "Ich …


Fortsetzung von  
Knut Krumnacker:  
… kam eines Tages nach Hause und beschloss, mir aus der Kammer hinter jener Tür eine kühle Flasche Bier zu holen, um den Abend richtig zu beenden."

"Nun, das ist wenig seltsam, denke ich", bemerkte Mr. Utterson trocken.

"Ja", sprach Mr. Enfield, "aber hast du dir je Gedanken gemacht, wo Mrs. Enfield steckt?"

Mr. Utterson schaute bestürzt drein. "Du hast…?"

"Nun ja, ich öffnete die Tür an jenem Tag", sprach Mr. Enfield, " sah sieh in der Kammer mit diesem Kerl und verschloss sie umgehend."

"Du hast…?", fragte Mr. Utterson jetzt sichtlich nervös.

"Nein, ich habe am nächsten Tag die Tür selbstverständlich wieder aufgeschlossen, um Mrs. Enfield und diesen Kerl zu befreien und ihm, nebenbei bemerkt, eine gehörige Tracht Prügel zu verabreichen, aber ich fand die Kammer leer vor… Seit diesem Tag verschwand Mrs. Enfield und ich sehe jeden Tag hinter jene Tür, aber die Kammer ist stets leer."
 

Fortsetzung von  
Rainer Holzkamp:  
… war damals 10 Jahre alt und wohnte in diesem Schloss. Meine Eltern waren großzügig und ich durfte im ganzen Schloss spielen. Ich kannte damals schon jeden Winkel hier. Nur diese Tür war immer verschlossen, so dass ich nie in den Raum hineinkam.

Eines Nachts versuchte ich die Tür zu überwinden. Ich hatte mir einen Dietrich besorgt und öffnete vorsichtig die Tür. Ein kühler muffiger Geruch kam mir entgegen. Mir schauderte. Ich hörte klagende Lieder. Langsam ging ich in den Raum und entfachte ein Licht. Der Raum war gefüllt mit Gold und Edelsteinen. Auf dem Boden lagen aber auch menschliche Skelette. Ich erschrak abermals, aber das Gold lachte. Ich griff mit der rechten Hand nach einem großen goldenen Kerzenständer, um ihn mitzunehmen. Als ich ihn berührte fror meine Hand daran fest. Die Kälte erfasste meinen Unterarm und stieg immer weiter zu mir hinauf. Um nicht ganz zu erfrieren, nahm ich ein Beil und hackte meine Hand ab. Ich verließ den Raum panikartig und habe ihn seitdem nicht mehr betreten. Ja, so war das."

Mr. Enfield gab Mr. Utterson die linke Hand zum Abschied
 

Fortsetzung von  
Carsten Mertinkat:  
… wurde, wie Ihnen bekannt sein dürfte, geboren als armes schwarzes Kind. Damals passte der ehemalige Besitzer dieses Hauses des Öfteren auf mich auf. Ich war ca. 7 Jahre alt und bewunderte diesen Mann sehr, denn er war ERFINDER!

Eines Tages experimentierte er mit einem Gemisch aus Ziegenmilch, Joghurt aus Plutonium-Kulturen und pulverisierten abgehalfterten Schauspielern… und er erfand: DIE TÜR!

Nun, damals wusste er nichts damit anzufangen, und so nagelte er sie an diese Wand. Heute wäre er reich, hätte er sie patentiert.

SELTSAM, WAHRLICH SELTSAM!

Die weiteren Platzierungen:

4. Michaela Schwarz - 5. Andreas Maszuhn - 6. Micha Dröttbohm - 7. Ulrich Fonroberg - 8. Till Hartmann

Allen AutorInnen und Autoren herzlichen Dank für die Teilnahme.





 


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